Kinderbetreuung

Kinderbetreuung – Unterstützung durch lokale Bündnisse und Netzwerke

Dreh- und Angelpunkt beim Wiedereinstieg ist für niedergelassene wie auch für angestellte Ärzte und Psychotherapeuten häufig die Organisation der Kinderbetreuung. Theoretisch besteht ein gesetzlicher Anspruch auf einen wohnortnahen Kindergartenplatz für Kinder ab dem Alter von drei Jahren bis zur Einschulung. Geplant ist, diese gesetzliche Regelung bis zum Jahr 2013 auf Kinder ab dem Alter von einem Jahr auszuweiten.

Praktisch stehen viele Ärzte und Psychotherapeuten und natürlich auch Medizinische Fachangestellte allerdings vor dem Problem, dass sie keinen Betreuungsplatz finden oder die Öffnungszeiten der Kindergärten sich nur schwer mit den Praxisöffnungs- und Dienstzeiten vereinbaren lassen. Daher sind vielfach individuelle Lösungen gefragt.

Neben Kindergarten und Kindertagespflege-Einrichtungen (KiTa) kann die Tagespflege durch eine Tagesmutter Unterstützung bei der Betreuung von Kleinkindern bieten. Ansprechpartner für die Vermittlung sind die Jugendämter.

Lokale Bündnisse für Familie

Gemeinsam lässt sich die Kinderbetreuung oft leichter realisieren – dazu gibt es mittlerweile in vielen Regionen Projekte in Form lokaler Bündnisse für Familie. Dies sind Netzwerke, in denen sich die verschiedenen Partner – u. a. auch Vertreter von Kommunen, Unternehmer, Verbänden – nach ihren eigenen Möglichkeiten engagieren und ihr Know-how einbringen, um familienfreundliche Strukturen umzusetzen.

Praxen sind ebenfalls bereits in solchen Bündnissen für Familie organisiert. Über innovative Betreuungskonzepte vor Ort wie die Vermittlung einer Notfallkinderbetreuung informieren die jeweiligen Kommunen.

Individuelle Lösungen gefragt

Vielfach finden sich auch in kleinerem Rahmen ganz individuelle Lösungen bei der Kinderbetreuung, etwa indem mehrere Praxen eine gemeinsame Tagesmutter engagieren. Auch eine Kassenärztliche Vereinigung hat ein entsprechendes Projekt ins Leben gerufen: In der Kindereinrichtung Xundi der KV Bayerns in München können Ärzte und Psychotherapeuten ihre Kinder betreuen lassen und dank der flexiblen Betreuungszeiten ihrem Beruf nachgehen.

Die Ärztekammer Nordrhein bietet eine Kinderbetreuung während Fort- und Weiterbildungen an. Oftmals haben auch Kliniken betriebseigene Kindertagesstätten mit längeren Betreuungszeiten, in denen ein Teil der Plätze öffentlich vergeben wird.

Es lohnt sich daher immer, rechtzeitig vor dem Wiedereinstieg Kontakt zu den Kommunen und der jeweiligen KV aufzunehmen und sich dort über regionale Angebote zu informieren.

Infotipp: