Angestellte

Arbeitszeitregelung für Angestellte

Jeden Tag Sprechstunde bis 19.00 Uhr, außer freitags – da schließt die Praxis bereits um 14.00 Uhr. Was die Patienten freut, kann für Mitarbeiter mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen ein Problem darstellen.

Immerhin 98 Prozent der Medizinischen Fachangestellten sind Frauen, etliche von ihnen haben Kinder. Viele Praxisinhaber haben sich darauf eingestellt und bieten ihren Beschäftigten flexible Arbeitszeitregelungen an oder vereinbaren individuelle Lösungen.

Für Ärzte, die sich um ihre Kinder oder den pflegebedürftigen Partner kümmern wollen, ohne den Beruf aufgeben zu müssen, kann die Anstellung eine gute Alternative zur Selbstständigkeit sein. Zusätzliche Verwaltungsarbeiten nach Feierabend zum Beispiel entfallen in der Regel.

Auch bieten viele Praxen und Medizinische Versorgungszentren die Möglichkeit der Teilzeitarbeit an. Wer Vollzeit arbeiten möchte, sollte prüfen, ob eine flexible Gestaltung der Arbeitszeit möglich ist. Gute Vorsetzungen dafür bieten größere Praxen, in denen sich die Mitarbeiter allein schon aufgrund ihrer Anzahl leichter vertreten und die Dienste untereinander aufteilen können.

Teilzeitbeschäftigung – eine Form der flexiblen Arbeitzeit

Aus Sicht der Beschäftigten sind flexible Arbeitzeiten der Dreh- und Angelpunkt für eine gelungene Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Eine Möglichkeit ist die Teilzeitbeschäftigung.

Was heißt eigentlich Teilzeit?

Fachleute sprechen von Teilzeit, wenn die auf Dauer vereinbarte regelmäßige Wochenarbeitszeit kürzer ist als die betriebliche Regelarbeitszeit für Vollzeitkräfte. Grundsätzlich unterscheiden sich teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer von den vollzeitbeschäftigten allein durch die Dauer der Arbeitszeit.

Aufgrund des Gleichbehandlungsgrundsatzes dürfen Teilzeitbeschäftigte wegen der Teilzeitarbeit nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer.

Anspruch auf Teilzeitarbeit

Sofern nicht von vornherein bei Vertragsabschluss eine Teilzeittätigkeit vereinbart wurde, können Arbeitnehmer nur dann einen Anspruch auf Verringerung der Wochenarbeitszeit geltend machen, wenn das Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate besteht und in der Regel mehr als 15 Arbeitnehmer in der Praxis beschäftigt sind. Besser ist eine einvernehmliche Vereinbarung über die Arbeitszeiten zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Leistungen bei Teilzeit

Teilzeitbeschäftigte haben Anspruch auf die gleichen Leistungen wie Vollzeitbeschäftigte. Daraus folgt u.a.: Einem teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer ist das Arbeitsentgelt mindestens in dem Umfang zu gewähren, der dem Anteil seiner Arbeitszeit an der Arbeitszeit eines vergleichbaren Vollbeschäftigten entspricht.

Ebenso gilt im Falle einer Erkrankung, dass Teilzeitbeschäftigte die Entgeltfortzahlung durch die Arbeitgeber für die Zeit der Arbeitsunfähigkeit bis zur Dauer von sechs Wochen erhalten. Auch beim Urlaubsanspruch gibt es keine Unterschiede:

Teilzeitbeschäftigte, die an gleich vielen Tagen wie Vollzeitbeschäftigte arbeiten, erhalten entsprechend gleich viele Tage Urlaub. Bei Teilzeitbeschäftigte, die nicht an fünf Tagen der Woche arbeiten, wird der Jahresurlaub häufig auf die tatsächlichen Arbeitstage pro Woche umgerechnet.

Infotipp: