GUTE BEISPIELE

So unterschiedlich die Probleme im Alltag sind, so unterschiedlich sind auch die Lösungswege. Gute Beispiele, um Familie und Beruf besser zu vereinbaren, haben wir hier zusammengestellt.

Die Sammlung wird kontinuierlich ergänzt, und wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre Lösung vorstellen. Tauschen Sie sich mit Ihren Kollegen aus, indem Sie die einzelnen Beispiele kommentieren.

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Ein Standort statt zwei

Dr. Philipp Ascher, Facharzt für Innere Medizin in Oberhaching (Bayern), und seine Frau Kathrin Ascher, Allgemeinmedizinern, haben ihre Praxen zusammengelegt, um mehr Zeit für die beiden Kinder zu haben.

Eigentlich hat das Zwei-Praxen-Modell von Dr. Philipp Ascher und seiner Frau Katrin mit zwei kleinen Kindern gut funktioniert. Von einem älteren Ärzteehepaar planten die beiden 2005 deren Einzelpraxen zu übernehmen – er die Praxis in Oberhaching, sie in Taufkirchen.

Dr. Philipp Ascher hatte seinen Facharzt für Innere Medizin bereits in der Tasche Weiterlesen

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„Mein künftiger Chef machte mir Mut: ‚Das ist wie Rad fahren, das verlernt man nicht‘.“

Dr. Gabriele Maria HoschDr. Gabriele Maria Hosch,

Weiterbildungsassistentin im Hausarztzentrum von Dr. Anton Böhm, Ingolstadt (Bayern), verheiratet, zwei Kinder, wurde von der Familie zum Wiedereinstieg ermutigt.

Nach meinem Medizinstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Doktorarbeit an der TU München zog ich mit meinem Mann nach Hamburg. Dies war der erste von insgesamt acht Umzügen. In Hamburg strebte ich an einem großen Lehrkrankenhaus den Facharzt für Innere Medizin an und erhielt sogar eine unbefristete Stelle. Noch bevor ich den Facharzt abgeschlossen hatte, bekamen wir unsere beiden Wunschkinder. Da wir sie nicht direkt zur Obhut in fremde Hände geben wollten, entschied ich mich, den ganzen Erziehungsurlaub in Anspruch zu nehmen. Weiterlesen

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Zuschuss zur Kinderbetreuung

Logo der KV Mecklenburg-Vorpommern

Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern
Kinderbetreuung

Die KV Mecklenburg-Vorpommern zahlt niedergelassenen Ärztinnen einen Zuschuss zur Kinderbetreuung. Dafür werden Mittel aus dem Strukturfonds verwendet (Stichwort GKV-Versorgungsstrukturgesetz), mit dem die ambulante Versorgung in unterversorgten oder davon bedrohten Regionen gesichert werden soll.

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„Für mich gab es keine Widerstände, nur Herausforderungen“

Dr. Ines Pechtold (50),
Fachärztin für Allgemeinmedizin,
Einzelpraxis mit 14 Mitarbeitern in Tettau (Oberfranken),
verheiratet, drei Kinder und zwei Enkelkinder

Wie bringt man eine Praxis, einen Ehemann, drei Kinder, zwei Enkelkinder, einen Bauernhof und das eigene berufspolitische Engagement unter einen Hut? Zugegeben, die drei Kinder der 50-jährigen Allgemeinmedizinerin sind inzwischen erwachsen und gehen ihrer eigenen Wege. Doch das war selbstverständlich nicht immer so. Bereits während des zweiten Semesters ihres Medizinstudiums in Jena kommt Tochter Michelle zur Welt. Weiterlesen

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Frauenpower mit familiärem Umgangston

Dr. Christina Andersen (53),
Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie,
Ärztliche Leiterin eines MVZ in München,
verheiratet und Mutter zweier Kinder

Es muss etwas dran sein an der landläufigen Meinung, Frauen seien im Gegensatz zu Männern stressresistenter. Anders als mit dieser Fähigkeit und viel Energie lässt sich das, was Dr. Christina Andersen in den letzten 18 Jahren auf die Beine gestellt hat, nur schwer beschreiben: 1993 lässt sich die gebürtige Berlinerin zusammen mit einer Kollegin im Münchner Osten nieder. Gemeinsam wollen sie hier eine Praxis für Neurologie und Psychiatrie betreiben. Die Kollegin hat bereits ein Kind, Dr. Christina Andersen wird ein Dreivierteljahr nach der Praxisgründung schwanger. Im Umkreis gibt es weit und breit niemanden, der sie zu diesem Zeitpunkt vertreten kann. Weiterlesen

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„Ein großer logistischer Aufwand, der sich lohnt und sehr schön ist!“

Dr. Ursula Gaisbauer-Riedl, (47)
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin
in einer Gemeinschaftspraxis in Simbach (Bayern)

Dr. Ursula Gaisbauer-Riedl liebt ihre Mutterrolle, genauso wie sie ihren Beruf liebt. Weder auf das eine noch auf das andere möchte sie verzichten. Weiterlesen

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„Man kann alles organisieren. Man muss nur wollen“

Norbert K. Mülleneisen (55),
Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde,
Innere Medizin und Allergologie,
Leiter eines Asthma- und Allergie-Zentrums in Leverkusen

Für Norbert K. Mülleneisen ist alles eine Frage der Organisation. Wichtig sei, dass der Praxisbetrieb reibungslos laufe und die Mitarbeiterinnen zufrieden seien, sagt der Lungenfacharzt, der zusammen mit einem Kollegen ein Asthma- und Allergie-Zentrum in Leverkusen führt. Zum Team gehören mehrere Medizinische Fachangestellte mit kleinen Kindern. „Flexible Arbeitszeiten sind da ein Muss“, betont Mülleneisen. Weiterlesen

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„Die Rahmenbedingungen müssen stimmen“

Sigrid Lochmann (34 Jahre),
Ärztin in Weiterbildung,
verheiratet und Mutter zweier Töchter,
wohnt in Achberg (Baden-Württemberg)

„Beruf und Familie zu vereinbaren, ist ein mühsames Geschäft mit Haken und Ösen. Aber es ist machbar.“ Das sagt Sigrid Lochmann aus Achberg in Baden-Württemberg. Seit 2004 bildet sie sich zur Fachärztin für Allgemeinmedizin weiter und hat in dieser Zeit zwei Töchter bekommen, Mirijam (5) und Ayumi (2). Dass der örtliche Kindergarten mittags schloss, erschwerte ihre Bemühungen sehr, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen. Hinzu kam die Sorge, einen Lohnzuschuss der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) zurückzahlen zu müssen. Weiterlesen

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Job-Sharing: Individuelle Arbeitszeiten und flexible Vertretung

Ursula Windemuth (49),
Gynäkologin in einer Job-Sharing-Praxis in Kastellaun,
alleinerziehende Mutter von drei Kindern.

Job-Sharing sei für sie optimal gewesen, sagt Dr. Ursula Windemuth. „Ich konnte zwei Tage die Woche arbeiten und so die Zeit gut überbrücken bis die Kinder groß genug waren.“ Ihr Mann ist Oberarzt und war wenig zuhause. Nach ihrer Weiterbildung zur Gynäkologin wollte die dreifache Mutter daher nicht voll arbeiten. Weiterlesen

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„Ohne Organisationstalent und Spontaneität geht es nicht“

Susanne Gröper (49)
Anästhesistin
in einer Bremer Gemeinschaftspraxis,
teilt sich die Zulassung mit einer Kollegin.

„Mama ist auf dem Handy zu erreichen“, teilt die Kinderstimme am Telefon mit. Der darauffolgende Anruf erreicht sie im Auto. Susanne Gröper ist viel unterwegs. Sie arbeitet in einer Praxis in der Stadt, lebt mit ihrer Familie auf dem Land und managt den eigenen Terminkalender und den ihrer drei Kinder zwischen Schule, Fußballtraining und dergleichen mehr. Weiterlesen

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„Man darf sich nicht verrückt machen lassen“

Dr. Nora Dannigkeit (35)
Psychologische Psychotherapeutin mit eigener Praxis, Berlin,
ließ Zulassung während Babypause ruhen.

Nora Dannigkeit betreibt zusammen mit drei Kolleginnen eine Praxisgemeinschaft in Berlin. In der Altbauwohnung hat jede der vier ein eigenes Behandlungszimmer. Das spare Miete und ermögliche außerdem einen engen fachlichen Austausch, findet die Verhaltenstherapeutin. Weiterlesen

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Als Medizinische Fachangestellte schrittweise zurück in den Beruf

Ina Herale-Ecknig (40)
Medizinische Fachangestellte in orthopädischer Gemeinschaftspraxis, Berlin
Mutter einer siebenjährigen Tochter

Ina Herale-Ecknig konnte schrittweise wieder in ihren Job als leitende Medizinische Fachangestellte zurück. Als die kleine Lena sieben Monate alt war, begann sie mit zunächst einem Vormittag pro Woche. Erst als die Tochter sechs Jahre alt war, arbeitete sie wieder an allen Wochentagen. Weiterlesen

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Mehr Familienzeit durch weniger Bereitschaftsdienste

Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein
freiwillige Bereitschaftsdienste,
Elternzeit ohne Verlust der Zulassung.

In Schleswig-Holstein haben niedergelassene Ärzte mehr Zeit für ihre Familien, denn die 50- bis 60-Stunden-Woche mit sehr vielen Bereitschaftsdiensten in den Nächten und am Wochenende gehört hier der Vergangenheit an.

Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) hat dazu den ärztlichen Bereitschaftsdienst attraktiv umgestaltet, um die Arbeitsbedingungen insbesondere für Ärzte in ländlichen Gebieten, die oft unter einer hohen Arbeitsbelastung durch Notdienste litten, zu verbessern. Weiterlesen

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„Es ist falsch, den Dienstplan über alles zu stellen“

Dr. Jan-Peter Jansen (54)
Anästhesist,
leitet ein MVZ mit 40 Mitarbeitern, Berlin.
 

„Mitarbeiter, die sich um ihre Kinder kümmern, dürfen nicht das Gefühl haben, benachteiligt zu werden.“ Das sagt Jan-Peter Jansen, der als Chef des Schmerzzentrums Berlin ein freundschaftliches, fast schon familiäres Verhältnis zu seinen Angestellten pflegt. Weiterlesen

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„Eine Praxis wäre wie ein fünftes Kind“

Mei-Lin Tung (44)
zwei Facharzttitel,
angestellt im MVZ in Berlin,
alleinerziehende Mutter von vier Kindern.

Mei-Lin Tung arbeitet seit einigen Monaten im Schmerzzentrum Berlin, einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ). Vor und während des Studiums hat die Ärztin mit den Fachgebieten Allgemeinmedizin sowie Physikalische Medizin ihre ersten beiden Kinder bekommen, zwei weitere folgten. Weiterlesen

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KiTa für ärztlichen Familiennachwuchs

Kassenärztliche Vereinigung Bayerns
Kindertageseinrichtung,
Vertreterbörse.

Mit einer eigenen Kindertageseinrichtung (KiTA) will die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bayerns ihren Ärzten helfen, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Das XUNDI-Kinderhaus in München nimmt Kids im Alter zwischen sechs Monaten und sechs Jahren auf und bietet insgesamt 50 Kindergarten- und 24 Krippenplätze.

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Kinderbetreuung im Haus der Ärzteschaft in Düsseldorf

Ärztekammer Nordrhein
Kinderbetreuung

Das Kind spielt, während Mama oder Papa lernt: Ärzte, die an einer Fortbildung teilnehmen und vor Ort eine Betreuungsmöglichkeit für ihren Nachwuchs benötigen, profitieren vom Haus der Ärzteschaft in Düsseldorf.  Weiterlesen

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„Die Einzelkämpfer sterben aus“

Katrin Berger (39)
Hausärztin in Gemeinschaftspraxis, Schleswig,

werdende Mutter.

Katrin Berger ist Hausärztin aus Leidenschaft. „Anders als im Krankenhaus arbeite ich hier nicht nur nach starren Schemata, sondern habe es mit einer Vielfalt von Patienten und Problemen zu tun. Außerdem muss ich nicht immer nur delegieren, sondern kann das meiste selbst machen“, erzählt sie. Weiterlesen

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Zurück in den Beruf: Wiedereinstiegskurs

(c) Mit freundlicher Genehmigung der Kaiserin Friedrich-StiftungKaiserin Friedrich-Stiftung, Berlin
Wiedereinstiegskurs für Ärzte

Ob Elternzeit, die Pflege kranker Angehöriger oder einfach eine Auszeit – es gibt viele Gründe, warum Ärzte eine zeitlang beruflich pausieren. Der Weg zurück ist nicht nur organisatorisch eine Umstellung, sondern in einem Fach wie der Medizin, in dem das Wissen stetig zunimmt, auch inhaltlich eine Herausforderung. Um Ärztinnen und Ärzten die Rückkehr in den Beruf zu erleichtern, bietet die Berliner Kaiserin Friedrich-Stiftung für das ärztliche Fortbildungswesen Kurse für den Wiedereinstieg an. Ein Kurs dauert zwei Wochen. Er findet einmal im Jahr statt, in der Regel im Januar. Weiterlesen

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