Als Medizinische Fachangestellte schrittweise zurück in den Beruf

Ina Herale-Ecknig (40)
Medizinische Fachangestellte in orthopädischer Gemeinschaftspraxis, Berlin
Mutter einer siebenjährigen Tochter

Ina Herale-Ecknig konnte schrittweise wieder in ihren Job als leitende Medizinische Fachangestellte zurück. Als die kleine Lena sieben Monate alt war, begann sie mit zunächst einem Vormittag pro Woche. Erst als die Tochter sechs Jahre alt war, arbeitete sie wieder an allen Wochentagen. „Die Ärzte fanden gut, dass ich schnell wiedergekommen bin. Sie brauchten mich und waren mit dem langsamen Einstieg einverstanden. Ich habe angeboten, soweit der Datenschutz es zulässt, Arbeit mit nach Hause zu nehmen“, erzählt sie. So braucht sie nur an einem Tag bis abends in der Praxis zu sein und arbeitet dennoch Vollzeit.

Ina Herale-Ecknig wollte gern wieder arbeiten und nicht nur Hausfrau sein. Aber Beruf und Familie sollten ausgewogen bleiben. „Es war gut, dass ich gleich wieder anfangen konnte und dass es schrittweise ging. Drei lange Tage hätte ich zum Beispiel nicht gern übernommen. Da geht schon viel verloren, wenn man sein Kind nur schlafend sieht“, sagt die gelernte Kinderkrankenschwester.

Flexibilität beim Einstieg hilft

Die orthopädische Gemeinschaftspraxis gehört zwei Ärzten, die acht MFA und zwei Azubis beschäftigen. „Für die ist das in Ordnung. Wir gucken, dass wir alle Nachmittage abgedeckt bekommen.“ Unter den anderen Fachangestellten sind noch drei weitere Mütter. Die Flexibilität beim Einstieg hilft ihnen sehr.

Am Samstag bringt sie die Tochter manchmal mit. „Lena druckt dann die Rezepte mit mir aus und verteilt sie. Sie fragt auch immer, ob sie die Karteikarten haben und mitnehmen darf. Ich sage dann, Doktor Karl ist ganz traurig, wenn die weg sind“, erzählt Ina Herale-Ecknig und lacht.

Auch wenn ihr Kind krank ist, kann sie während der Arbeit auf es aufpassen. „Die Ärzte haben gesagt, na wenn es ihr nicht gut geht, dann bring das Kind doch mit. Sie sitzt dann im Büro und guckt einen Film malt. Das geht schon.“ Der Kleinen tut es sichtlich gut, die Mama bei der Arbeit besuchen zu können. „Wenn ich abends vor dem Schlafengehen frage, ob sie noch etwas spielen will, dann sagt sie: Praxis oder OP!“

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